Ausstellung „Back to Nature“ von Maarten van Aken
eröffnet
Stille und Explosion der Farben
Montag, 13. Mai.
2019 - 16:05 Uhr
von Dietlind
Ellerich
Der niederländische
Künstler Maarten van Aken stellt im Kunstspeicher aktuell seine Bilder unter dem
Titel „Back to Nature“ aus. Noch bis zum 16. Juni ist die Schau zu sehen.
METTINGEN. Wer in den
Mettinger Kunstspeicher geht, stößt schnell an seine Grenzen respektive an
Wände. Im Augenblick scheint weitergehen zu können, wer das Gebäude auf dem
Schultenhof betritt und sich nach rechts wendet. Das großformatige Gemälde von
Maarten van Aken lädt dazu ein, die durch einen Handlauf angedeuteten Stufen
hinauf zu gehen und zu schauen, was sich in dem hell erleuchteten Raum hinter
der Fensterfassade verbirgt. Es ist die Tiefe in den Bildern des Künstlers aus
dem niederländischen Hengelo, die neugierig auf das Leben hinter Öl und Acryl
auf Leinwand macht.
Am Freitag eröffneten die Ehrenamtlichen des
Fördervereins Mettinger Schultenhof die Ausstellung des Niederländers, der nach
seiner Ausbildung an der Universität Twente und der Kunstakademie Enschede als
freischaffender Maler in Hengelo arbeitet.
Bernhard Kötter vom Vorstand des Fördervereins Schultenhof freute sich auf einen
spannenden Abend, aber auch über die Spannungsfelder von gemalter Oberfläche und
der darunter liegenden farbigen Wirklichkeit der Gemälde. Die Werke des Malers
seien bestimmt durch die Spannung von Gegensätzen, machte Kötter deutlich. „Hell
und dunkel, Licht und Schatten, Wirklichkeit und Spiegelung, Stille und
Explosion der Farben“ machten van Akens Werk so spannend und attraktiv, ist
Kötter überzeugt.
Im Gespräch mit Jan Noltes, Galerist aus Hengelo, erklärt van Aken
den Gastgebern und Gästen der Vernissage, was er mit seiner Kunst sagen möchte.
Ausgehend von den Bildern des amerikanischen Künstlers Edward Hopper, der
Menschen isoliert in Räumen zeigt, die zugleich deren Spiegelungen seien, habe
er die Menschen weggelassen und Gegenstände eingefügt, die zeigen, dass darin
Menschen vorkommen könnten oder bereits da gewesen seien, sagt van Aken mit
Blick auf einen Mülleimer in einem leer stehenden Ladenlokal. Seiner Faszination
für die Wechselbeziehungen zwischen Architektur, Licht und Menschen folgen auch
die Vernissage-Besucher, die sich dem Blick durch ein Fenster in den Innenraum
stellen und versuchen, den Innenraum und die Außenwelt miteinander in Einklang
zu bringen. „Die reflektierte Natur scheint den verlassenen Raum zu übernehmen.
Als Omen nimmt die Natur zurück, was der Mensch zurückgelassen hat“, so fasst es
der Künstler auf seinem Handzettel zur Ausstellung zusammen. Nicht nur
Großformate zeigt die Ausstellung. Auf der Galerie hängen fünf mal drei kleine
Bilder, in denen van Aken Eindrücke aus 15 Tagen verewigt hat. Sein Projekt
„Jeden Tag eine kleine Zeichnung“ fügt sich ganz oben im Kunstspeicher zu einem
interessanten neuen Werk zusammen.
Spannend und
von intensiven Gesprächen und Diskussionen begleitet sei auch die Hängung der
Bilder gewesen, erinnern sich Bernhard Kötter und Otto Nienhoff, die die Schau
in den beiden Etagen des Kunstspeichers wenige Tage zuvor gemeinsam mit van Aken
zusammengestellt haben.
„Eine höchst
gelungene Komposition“, sind sich die Frauen und Männer einig. Der Wirkung der
Räume in Acryl und Öl kann sich niemand entziehen.
Die
Ausstellung „Back to Nature“ von Maarten van Aken ist bis zum 16. Juni jeweils
samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr im Kunstspeicher auf dem Schultenhof,
Burgstraße 9, 49497 Mettingen, zu sehen.
Förderverein Schultenhof lädt ein
Van Aken stellt im Kunstspeicher aus
Auf diesem Bild von Maarten van Aken erscheint ein Fenster wie das Tor in eine
andere Bilderwelt. Foto: Henk Uitslag Aviation Art
METTINGEN. Der
Förderverein Mettinger Schultenhof zeigt vom 10. Mai bis zum 16. Juni eine
Ausstellung des jungen niederländischen Malers Maarten van Aken. Van Aken,
Absolvent der Kunsthochschule Enschede und Preisträger einiger renommierter
Kunstwettbewerbe, erzielt in seinen Gemälden eine besondere Wirkung aus dem
Spannungsfeld innerhalb seiner Bilder von gemalter Oberfläche und einer
darunterliegenden farbigen Wirklichkeit.
Der Hengeloer Künstler ist fasziniert von den Wechselbeziehungen zwischen
Architektur, Licht und Menschen. Kraftvolles Licht definiert seine Räume und die
darin enthaltenen Überschneidungen. So erscheint ein Fenster als eine Art
Kreuzung oder Tor in eine andere Bildwelt. Eine solche Kreuzung bildet eine
Grenzraum zwischen dem‚ was war und dem‚ was kommt, einen Übergang, in dem die
Zeit angehalten scheint und Menschen nur angedeutet sind. Andere Arbeiten
stellen eine offensichtliche Beziehung zum Thema „Zurück zur Natur“ her. Die
Motive für seine Darstellungen findet der Maler in seiner Umwelt, zum Beispiel
etwa in leer stehenden Gebäuden seiner Heimatstadt Hengelo. Sein Blick in diese
Räume von außen spiegelt sowohl die Innenwelt als auch die Außenwelt wider.
M Die Ausstellung von Maarten van Aken, „Neue Bilder und Zurück zur Natur“,
wird eröffnet am Freitag, 10. Mai, um 20 Uhr im Kunstspeicher auf dem
Schultenhof. Die Einführung übernimmt Jan Noltes, Leiter der „HeArtgallery
Hengelo. Die Ausstellung ist zu sehen bis 16. Juni. Öffnungszeiten: samstags und
sonntags von 15 bis 18 Uhr.