Mit ganz
unterschiedlichen Beiträgen haben Jugendliche und Erwachsene am Freitagabend die
Bühne des Schultenhofes geentert. Nach dem großen Erfolg im Vorjahr hatte der
Förderverein Mettinger Schultenhof zu einer zweiten Auflage der „Open Stage“ in
die Diele der Hofanlage eingeladen.

Die
Cellisten Paul Flake und Tobias Langelage (l.) unterhalten mit Folkmusik die
Besucher der „Open Stage“ .
METTINGEN.
Literatur, Theater, Musik und Film – was braucht es mehr für zweieinhalb Stunden
kurzweiliger Unterhaltung? Lustig und flott, aber auch nachdenklich und traurig
kamen die Beiträge daher, mit denen sich Jugendliche und Erwachsene am
Freitagabend auf die Bühne wagten. Nach dem großen Erfolg im Vorjahr hatte der
Förderverein Mettinger Schultenhof zu einer zweiten Auflage der „Open Stage“ in
die Diele der Hofanlage eingeladen.
Durch die
bunte Vielfalt des Programms führte ebenso informativ wie unterhaltsam Ulrich
Müller-Etzbach, der auch die eine oder andere Umbaupause mit kleinen Beiträgen
füllte. Alte Bekannte sowie Akteure, die das Dielenpublikum noch nicht erlebt
hatte, nahmen im Fünf-bis-zehn-Minuten-Takt die Bühne in Beschlag, deren
nüchterne Kahlheit allen Protagonisten gleichermaßen gerecht wurde.
Vor dem
schlichten erst schwarzen, später weißen Hintergrund spielten Darsteller des
Ibbenbürener Rabatz-Theaters verschiedene Monologe und Szenen, spielten junge
Musiker Gospel und Folk, Blues, Rock und Jazz, lasen Autoren aus Romanen und
Kurzgeschichten. Dazwischen lag die Uraufführung eines Kurzbeitrags von
Marie-Christin Hahne, die das Gedicht „Ich in Weiß“ von Anna Elisabeth Hahne
verfilmt hatte. Sie habe „in eindrucksvoller Weise Lyrik in Bilder umgesetzt“,
fasste Ulrich Müller-Etzbach das Geschehen auf der Leinwand zusammen.
Ebenso
klasse wie Laura Münstermanns Monolog der Eva Braun aus „Eva – Hitlers Geliebte“
von Stefan Kolditz waren die jungen Schauspieler Jana Hagedorn und Henry
Schrameyer, Silas Landwehr, Marleen Knüppe, Ida Laube, Ole Bröring und Maxime
Steffen. Herzzerreißend kam der Monolog „Tod der Mutter“ von Alexandra Schmitz
herüber.
Als
musikalischer roter Faden zogen sich die Intermezzi des Saxofonisten Johannes
Mäurer durchs „Open-Stage“-Programm. Während die Cellisten Paul Flake und Tobias
Langelage sich als Freunde der Folkmusik zeigten, gaben Geburtstagskind Ole
Schneider an der E-Gitarre und Florian Wosnik am Saxofon Kostproben aus ihrem
breiten Repertoire.
Auch
Erwachsene meldeten sich zu Wort. Rebecca Schulze hatte ihre Kurzgeschichten
„Maskenball“ und „Hier, wo die Sirenen wohnen“ dabei, Barbara Kemper rezitierte
ihre Gedichte „Sternengeschenk“ und „Herbst“, und Gabriele Mohn alias Gabriele
Hölzl las aus „Bruno. 99 Jahre und ein Tag“, einem autobiographischen Roman über
ihren Großvater.
„Das
kurzweilige Potpourri der verschiedensten künstlerischen Beiträge“, wie es der
Moderator Müller-Etzbach beschrieb, kam beim ebenso bunt gemischten Publikum an.
Schon am Abend wurde der Wunsch nach einer Wiederauflage des besonderen
kulturellen Events laut
Einen Filmbeitrag finden Sie unter: http://www.mazztv.de/?vid=5716