„Surroundings“ heißt die Ausstellung, zu deren Eröffnung Künstlerin Simone Opdahl und der Förderverein Mettinger Schultenhof am Freitag einluden. Im Gespräch mit Bernhard Kötter vom Förderverein erzählte die Malerin, wie ihre Bilder entstehen. Die Ausstellung ist noch bis zum 26. Juni zu sehen.
METTINGEN.
Zwischen Bäumen und gleichzeitig über eine Türschwelle gehen? Bis zum 26.
Juni ist das auf dem Schultenhof möglich. „Wir nehmen die Stimmung dort
draußen mit hinein in den Kunstspeicher“, beschreiben die Malerin Simone
Opdahl und die Männer, die ihr beim Aufhängen ihrer Bilder zur Seite
standen, warum es gerade die große Leinwand mit der Baumgruppe sein muss,
die der Betrachter beim Betreten des alten Gemäuers auf den ersten Blick
sehen soll.„Surroundings“ heißt die Ausstellung, zu deren Eröffnung die
Künstlerin mit westfälischen Wurzeln und Atelier am Starnberger See und der
Förderverein Mettinger Schultenhof am Freitag einluden. „Am liebsten arbeite
ich mit mehreren Leinwänden gleichzeitig und fange immer mit dem groben
Untergrund an“, beschreibt Opdahl während der gut besuchten Vernissage im
Gespräch mit Bernhard Kötter vom Förderverein ihre Arbeitsweise.
Eigentlich ist es ganz einfach. „Die Eindrücke, die ich im Kopf mitnehme, wenn ich durch die Landschaft streife, gebe ich auf der Leinwand wieder“, erklärt sie. Die 18 kleinen Bilder mit Strandgut, das sie mit einem Handy in Argentinien aufgenommen und unverändert gelassen hat, die große Leinwand mit den Untiefen eines Gletschers, der Hase nach Dürer oder eben die Baumgruppe gegenüber der Eingangstür – Simone Opdahl ist es wichtig, mit ihrer Malerei im figurativen Bereich zu bleiben. Dennoch experimentiere sie in verschiedene Richtungen, räumt sie ein, hinterlasse absichtlich Spuren, entferne sich vom Figürlichen, verliere sich in der Fläche, abstrahiere, nur um plötzlich wieder zu konkretisieren. Der große „nach Dürer Hase“ im Erdgeschoss sei ein gutes Beispiel dafür.
Hase, Steinböcke, Gletscher, Strandgut und andere „Surroundings" von Simone Opdahl sind bis zum 26. Juni samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr im Kunstspeicher auf dem Schultenhof zu sehen.
Simone Opdahl: "Surroundings"
Vom 20. Mai bis zum 26. Juni 2016 zeigt der
Förderverein Mettinger Schultenhof eine umfangreiche Präsentation der neuesten
Arbeiten der Künstlerin Simone Opdahl.
Die in Lengereich aufgewachsene Malerin hat ihre
Kunststudien in Münster, Zürich und an der Ecole des Beaux -
Arts in Lausanne abgeschlossen und
arbeitet heute in ihrem Atelier am Starnberger See.
Die Bilder von Simone Opdahl umfassen eine
besondere Vielfalt des künstlerischen Ausdrucks , der einen weiten Bogen vom
Figürlichen und Gegenständlichen , über Abstraktion bis hin zu reinen Farbräumen
schlägt.
Der Hauptakzent der Gestaltung liegt in der
Verwendung und der Vielschichtigkeit des Farbauftrags, die auch
unter den äußerlich sichtbaren
Schichten neue Kombinationen
und Konstellationen der Farben sichtbar
werden lassen. So geben scheinbar monochrome Flächen bei genauer Betrachtung
eine Fülle von Farbigkeit frei, die auf den ersten Blick kaum erkenntlich
werden.
Die Vorgehensweise der Künstlerin in der
Ausarbeitung ihrer Gemälde ist häufig spontan aus einer augenblicklichen
Gefühlslage heraus . Im Verlauf des Malprozesses entwickelt sich ein Gedanke aus
dem nächsten und arbeitet auf ein zunächst noch unbekanntes Ziel hin.
Die Inhalte des Dargestellten finden sich
besonders in der Natur, in der Umgebung des Ateliers, in Anregungen aus
Gesehenem und lassen dem Betrachter eine
Fülle von Möglichkeiten, eine eigene Sicht und Deutung zu finden.
Die Eröffnung der Ausstellung in Anwesenheit der
Malerin findet am Freitag, dem 20. Mai, um 20.00 Uhr im Kunstspeicher auf dem
Schultenhof, Burgstraße 9 in Mettingen statt.