Baustelle für Künstler und Kreative

Mettinger aller Altersklassen beteiligen sich an Aktion „Künstlerdorf“

Neuauflage für 2016 geplant

IVZ vom 17.8.2015 von Dietlind Ellerich

METTINGEN. Wer am Wochenende rund um den Schultenhof den Bohr-, Schraub-, Klopf- und Hämmergeräuschen folgte, landete nicht etwa auf einer Baustelle, sondern mitten in einem Künstlerdorf. Zwei Tage lang ist die historische Hofanlage die stimmungsvolle Kulisse für künstlerisches Gestalten und Erleben in allen Variationen gewesen.

Nach dem Erfolg der ersten Auflage im Vorjahr hatte der Förderverein Mettinger Schultenhof Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu einem weiteren Künstlerdorf eingeladen. In Workshops und Aktionen entstanden unter der Anleitung professioneller Künstler aus der Region Werke, die so individuell sind wie die Menschen, die sie schufen.

Wie die Fische aus PET-Flaschendeckeln, die Mädchen und Jungen gemeinsam mit Melanie Nicken gestalteten. Auf der Diele kamen im Workshop Recyclingkunst junge Fußballfans ebenso zu ihrem Recht wie beste Freundinnen mit einem Faible für die Farben Blau, Grün und Weiß oder Mädels, die es am liebsten ganz bunt mögen.

Wie die Sandsteinobjekte, die Frauen und Männer unter der Anleitung des Bildhauers Mandir Tix und nach intensiver Rücksprache mit dem Stein herausarbeiteten. Hier freuten sich am Ende auch die Laienkünstlerinnen über ihre Werke, die zuvor mit ihrem Stein und dessen vermeintlicher Stille gehadert hatten.

Wie die Drucke auf feinstem Büttenpapier, die unter den Argusaugen des Brochterbecker Künstlers Andreas Gorke und mithilfe der großen Presse in der Scheune entstanden.

 Wie die Sandsteinobjekte, die Frauen und Männer unter der Anleitung des Bildhauers Mandir Tix und nach intensiver Rücksprache mit dem Stein herausarbeiteten. Hier freuten sich am Ende auch die Laienkünstlerinnen über ihre Werke, die zuvor mit ihrem Stein und dessen vermeintlicher Stille gehadert hatten.

Wie die Drucke auf feinstem Büttenpapier, die unter den Argusaugen des Brochterbecker Künstlers Andreas Gorke und mithilfe der großen Presse in der Scheune entstanden.

Wie das Mobile aus Holzlatten, Ästen und CDs, das der Mettinger Thomas Rolf und ein paar Jungs fertigten und anschließend als Installation in und zwischen den großen Bäumen des Schultenhofes in Szene setzten.

Wie das kilometerlange Häkelband, das im Vorfeld unter dem Motto „Wir nehmen den Faden auf“ vor Monaten gestartet und zu einem Gemeinschaftsobjekt aller Mettinger geworden ist und nun als Spinnennetz oder Zauberzelt ein generationenübergreifendes Netzwerk symbolisiert.

Wie die Bilder, die Marionetten, die Collagen, die Objekte aus Ton und die vielen anderen sehenswerten Ergebnisse unglaublicher Kreativität und Experimentierfreude, die einmal mehr deutlich machen, dass in jedem Mensch ein Künstler steckt – und dass jeder Sandstein ein Werk birgt, das nur darauf wartet, herausgearbeitet zu werden.

Und nicht zuletzt wie die Fotos und Reportagen, mit denen Jugendliche unter der Anleitung des Fotografen Jörg Lehmkühler das Event auf dem Schultenhof anschaulich dokumentierten.

Ute Schwermann-Temmen vom Förderverein hat das Projekt Künstlerdorf federführend begleitet und war am Sonntag trotz Dauerregens bestens zufrieden mit dem Verlauf des Künstlermarathons. Die Resonanz von Künstlern und Teilnehmern aller Altersklassen sei überwältigend, freute sie sich über jede Menge kreativer Ideen und Kunstwerke, die weit über das Wochenende hinaus Bestand haben werden. Dank vieler Sponsoren konnte der Verein eine Reihe hochkarätiger Künstler ins Boot holen, und Schwermann-Temmen hofft, dass sich der Erfolg des Künstlerdorfs weiter herumspricht. „Dann könnten wir eine dritte Auflage im kommenden Jahr noch breiter aufstellen“, machte sie deutlich, dass sie und ihre Mitstreiter Lust auf mehr haben.

Ideen gibt es genug. Man darf also gespannt sein auf das Künstlerdorf 2016.