„Herbstgäste“- Kunstausstellungen in Mettingen und Ibbenbüren

Die weibliche Seite der Kunst

Heute, 23. Sep. 2018 - 13:15 Uhr
von Brigitte Striehn

Gleich drei Ausstellungen der Künstlerinnenvereinigung „Fédération Internationale Culturelle Féminine“ sind unter dem Titel „Herbstgäste“ noch bis zum 21. Oktober im Kunstspeicher auf dem Mettinger Schultenhof, im Domizil des Kunstvereins Ibbenbüren in der Alten Honigfabrik sowie im Kulturspeicher Dörenthe zu sehen.

 

Von links: Bernhard Kötter (Förderverein Mettinger Schultenhof), Nadèje le Lédan Déthieux (Präsidentin der „Fédération Internationale Culturelle Féminine“), Uli Manfraß (Kunstverein Ibbenbüren), Erika Sellmann Büsching (Vorsitzende der deutschen Sektion), Gerd Overmeyer (Kunstspeicher Dörenthe).
Foto: Brigitte Striehn

Die „Fédération Internationale Culturelle Féminine“ (FICF) ist ein Zusammenschluss von Künstlerinnen aus aller Welt. Sie entstand bereits 1951 in Paris. Die deutsche Sektion wurde 1961 gegründet, weitere Gruppen folgten dem Beispiel. Ziel ist es, auf internationaler Ebene den Dialog von Frauen untereinander zu fördern. Dazu gehören unter anderem grenzüberschreitende Gespräche, Meinungsaustausch und gemeinsame Präsentationen.

Im Mittelpunkt stehen Verständigung und Freundschaft sowie die Förderung talentierter junger Künstlerinnen. Die Mitglieder erhalten die Möglichkeit, Galeristen, Kunstliebhaber und Käufer zu treffen. Auf Reisen können sie andere Kulturen kennenlernen, an Konzerten oder offiziellen Empfängen teilnehmen.

 

Gleich drei Ausstellungen der Künstlerinnenvereinigung sind unter dem Titel „Herbstgäste“ bis zum 21. Oktober im Kunstspeicher auf dem Mettinger Schultenhof, im Domizil des Kunstvereins Ibbenbüren in der Alten Honigfabrik sowie im Kulturspeicher Dörenthe zu sehen. Mehr als 40 Frauen aus zwölf Ländern zeigen eine große Vielfalt an Ausdrucksformen und erlauben es, unterschiedliche Positionen in Malerei, Skulptur, Mixed Media, Fotografie oder Grafik wertfrei nebeneinander zu erleben. „Frauen in der Kunst haben die traditionellen Werte der Ästhetik stets neu definiert und die alten Trennungslinien zwischen Kunst und Leben verschoben. Die FICF vertritt ein wichtiges Anliegen, da sie dem femininen Einfluss in der Kunst stärker Geltung verschafft“, so der Anspruch.

 

Zur Auftaktveranstaltung begrüßte Bernhard Kötter zahlreiche Gäste im Kunstspeicher Mettingen. Über die Gestaltung der Ausstellung sei lange diskutiert worden, bis alle mit dem Ergebnis zufrieden waren, stellte das Vorstandsmitglied des Fördervereins Schultenhof fest. Mitgewirkt hat in diesem Jahr Jan Noltes aus Hengelo. Erste Kontakte seien durch den Mettinger Künstler Thomas M. Hartmann zustande
gekommen, erzählte er.

Zehn Künstlerinnen aus Hengelo, Slowenien, England und dem Iran sind auf seine Einladung in diesem Jahr bei den „Herbstgästen“ dabei. Mettingens Bürgermeisterin Christina Rählmann freute sich über die zahlreichen Teilnehmer aus aller Welt, darunter eine größere Gruppe aus der Türkei.

Erika Sellmann Büsching, Vorsitzende der deutschen Sektion der FICF und Organisatorin der Ausstellung, erinnerte daran, dass die Künstlerinnenvereinigung vor zehn Jahren schon einmal in den drei Orten an der „Funny Red Line“ zu Gast war. Nadèje le Lédan Déthieux, Präsidentin der FICF, war aus Paris angereist, um bei der Eröffnung dabei zu sein. Sie dankte besonders Erika Sellmann Büsching für ihren Einsatz. Die Organisatoren hatten Preislisten und „Rote Punkte“ bereitgelegt; die ausgestellten Werke stehen überall zum Verkauf.

Nach dem offiziellen Teil war noch Zeit, bei einem Getränk durch den Speicher zu schlendern und mit den Künstlerinnen zu sprechen. Dann stand die nächste Vernissage im Kunstverein Ibbenbüren auf dem Programm. Die Ausstellung ist bis zum 21. Oktober jeden Samstag und Sonntag in der Zeit von 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet.

 

Eigenbericht: Drei Ausstellungen

Kunsttour entlang der roten Linie

METTINGEN. Die drei Kunstvereine aus Mettingen, Ibbenbüren und Dörenthe, verbunden durch die Funny-Red-Line (rote Linie), haben wieder unter dem Motto „Herbstgäste“ eine gleichzeitige Ausstellung an den drei Orten organisiert. Von Samstag, 22. September, bis Sonntag, 21. Oktober, werden wieder Malerinnen der Federation Internationale Culturelle Feminine ihre Arbeiten ausstellen. Nach 2008 ist das die zweite große Ausstellung der Vereinigung in der Region, heißt in einer Pressemitteilung. Es werden 44 Künstlerinnen aus zwölf Nationen erwartet. Insgesamt werden mehr als 120 Arbeiten mit ganz unterschiedlichen künstlerischen Ansätzen zu sehen sein. Viele der Künstlerinnen werden bei der Eröffnung dabei sein.

Die offizielle Eröffnung der Ausstellung ist am Samstag, 22. September, um 15 Uhr im Kunstspeicher Schultenhof Mettingen geplant. Um 17 Uhr folgt die Eröffnung in der Honigfabrik des Kunstvereins Ibbenbüren und um 18.30 im Kulturspeicher Dörenthe. Die Kunstinteressierten sind eingeladen, sich ein Bild der unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksweisen zu machen, heißt es in der Mitteilung weiter. Dabei biete sich eine Kunsttour von Mettingen über Ibbenbüren nach Dörenthe an. Die Ausstellung ist Samstag und Sonntag in der Zeit von 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet.