Der
Förderverein Schultenhof Mettingen lädt zum 4. Kulturfrühstück auf den
Schultenhof ein

Fotos: Karl Dorenkamp
Zum vierten Mal
hatte der Förderverein Mettinger Schultenhof auf den bewährten Dreiakter aus
hervorragendem Frühstück, Mitmachtheater mit Tisch abräumen und Stühle rücken
sowie kulturellem Teil gesetzt und ins Schwarze getroffen.
METTINGEN. Die
Mischung macht‘s. Das wurde am Sonntag beim Kulturfrühstück auf der Diele des
Schultenhofes wieder einmal deutlich. Zum vierten Mal hatte der Förderverein
Mettinger Schultenhof auf den bewährten Dreiakter aus hervorragendem Frühstück,
Mitmachtheater mit Tisch abräumen und Stühle rücken sowie kulturellem Teil
gesetzt und ins Schwarze getroffen.
Essen und
Kultur lägen eben eng beieinander, nicht umsonst heiße es „Esskultur“ sagte
Peter Hillenkamp vom Vereinsvorstand schmunzelnd und lobte ausdrücklich das
Catering-Team, das sich wieder einmal selbst übertroffen hatte. Kleine
kulinarische Köstlichkeiten, liebevoll als Büfett angerichtet, gute Stimmung
trotz unbequemer Stühle und sprachlich-spritzige Unterhaltung durch die gut
aufgelegten Darsteller des Thiele-Neumann-Theaters aus Osnabrück, die Rechnung
ging auf, auch wenn das Gros des Publikums über eine etwas kürzere Fassung des
kulturellen Teils nicht traurig gewesen wäre.
Mit „Alle
sieben Wellen“ nach dem Roman von Daniel Glattauer präsentierten Regina Neumann
und Helmut Thiele die Fortsetzung ihres Erfolgsstücks „Gut gegen Nordwind“ nach
der Vorlage des gleichen Autors.
Es hätte etwas
von „Szenen einer Ehe“ haben können, wenn Emmi und Leo denn verheiratet gewesen
wären. Sie waren’s nicht, zumindest nicht miteinander, und setzten wegen ihrer
Romanze, Affäre oder Beziehung via E-Mail im wahren Leben Familie, Ehe und
Beziehung aufs Spiel.
Auf der mit
Tischen, Stühlen, Lampen und Whiskey respektive Rotwein karg gehaltenen Bühne
waren beide durch einen Paravent räumlich voneinander getrennt. Aber im World
Wide Web waren sie verzweifelt und zweifelnd auf der Suche nach Liebe
miteinander verbunden.
So durchlebten
Emmi Rothner (mit Ehemann Bernhard und den Kindern im gedanklichen Schlepptau)
einerseits und Leo Leike (mit seiner neuen Affäre, Beziehung oder Liebe Pamela)
andererseits sämtliche Höhen und Tiefen glücklicher und gescheiterter
Beziehungen.
„Es waren zwei
Königskinder, die hatten einander so lieb“, auch die Ballade, von den beiden,
die nicht zueinander kommen konnten, drängte sich einigen Zuschauern auf, als
sie die holprigen Schritte der sich entwickelnden Beziehung der beiden
virtuellen Briefeschreiber verfolgten.
Anders als beim
royalen Nachwuchs gibt’s bei Emmi und Leo ein Happy End. Fortsetzung des
virtuellen Geplänkels also ausgeschlossen? Mitnichten. Sie mailen immer noch!