Künstlerdorf: Kinder lassen ihrer Kreativität freien Lauf
Selten
war der Kunstspeicher auf dem Schultenhof so voll wie am Samstagnachmittag. Vor
allem Kinder und Jugendliche waren überproportional vertreten, als das
Künstlerdorf und der Förderverein Mettinger Schultenhof zur
Ausstellungseröffnung einluden.
METTINGEN.
Wochenlang hatten mehr als 60 Künstler vom Grundschul- bis zum Teeniealter auf
den großen Tag gewartet, an dem sie ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren
konnten. Die Collagen, Bilder, Objekte und Fotos hatten sie in zwei Workshops im
Juni unter Begleitung von sechs Künstlern aus dem Tüöttendorf und der Region
gestaltet.

Entsprechend groß war der Andrang, denn die Familien der Nachwuchskünstler
hatten es sich nicht nehmen lassen, die Kinder zur Ausstellung zu begleiten, und
die Organisatoren des Fördervereins und einige Künstler waren ebenfalls vor Ort,
um auf die erste Auflage des Künstlerdorfs zurückzublicken.
Ute
Schwermann-Temmen vom Vereinsvorstand hatte das Projekt federführend begleitet
und war von der Resonanz begeistert. „Unser Konzept, den Schultenhof mit
kreativen Kindern zu beleben, ist aufgegangen“, freute sie sich mit Blick auf
die im Speicher aufgeregt wuselnden Kinder, die stolz ihre Werke zeigten. „In
diesem Projekt steckt sehr viel Arbeit“, stellte Schwermann-Temmen fest und
meinte nicht nur das Engagement der jungen Künstler und des Vereins, sondern vor
allem die Unterstützung durch die „großen“ Künstler Renate Pfennig, Ulrike
Scherer, Andreas Gorke, Josef Lange-Grumfeld, Jörg Lehmkühler und Mandir Tix,
die sich sehr viel Mühe gegeben hätten, sowie durch die Sponsoren, die Sach- und
Materialspenden beigesteuert hatten.
Die
Organisatoren des Fördervereins hatten die an den Workshoptagen entstandenen
Kunstwerke im Keller des Speichers zwischengelagert und in der vergangenen Woche
„das Chaos“ in eine Ausstellung verwandelt, die die besondere Wertschätzung der
Arbeiten unterstrich. Die Werke standen auf Podesten und zwischen den Scheiben
der Doppelfenster, hingen an Wänden, Decken und mit Klammern befestigt an einer
Leine und machten die beiden Etagen des Speichers zu einem besonderen Kunstraum
für alle Künstler und Gäste.
Stolze
Kinder, begeisterte Eltern, zufriedene Veranstalter und Künstler – das
Künstlerdorf verdient eine weitere Auflage. Ute Schwermann-Temmen hofft auf
Unterstützung für das Projekt im nächsten Jahr.
Die
Vernissage am Samstag war zugleich Finissage, denn das Künstlerdorf war nur für
einen Nachmittag zu bestaunen. Am Abend durften die Nachwuchskünstler ihre Werke
mit nach Hause nehmen. Nur für wenige Tage ist der Kunstspeicher nun leer, denn
schon am Freitag, 29. August, lädt der Förderverein Mettinger Schultenhof um 20
Uhr zur Eröffnung der Ausstellung „Eldorado“ von Jupp Ernst und Sabine Swoboda
ein.
















Die
Scheune als Kreativraum
Arbeiten vom
7.6.2014 mit Frau Pfennig und Frau Scherer
Ute Schwermann-Temmen
und Andreas Gorke beim Kurs Drucke
Eine
bemerkenswerte Radierung

Josef Lange Grumfeld mit den Teilnehmern bei der Gestaltung ihrer Bildcollage

Die Collage zum aktuellen Thema: Fußballweltmeisterschaft

Jörg Lehmkühler beim Fotografiekurs


Mandir Tix und Ute Schwermann-Temmen beim Kurs mit Y-Tong-Steinen
---------------------------------------- eine schöne Skulptur!