Auffällige und
filigrane Kunst
Werke des Welbergener Kreises
-clu-
METTINGEN. „Das ist für einen Ort wie Mettingen nicht alltäglich, dass wir hier
eine solche Kunst anbieten können.“ Beeindruckt zeigte sich Bürgermeisterin
Christina Rählmann anlässlich der Eröffnung der „Herbstgäste“-Ausstellung im
Kunstspeicher. Mitglieder und Freunde des „Welbergener Kreises“ zeigen hier
sowie an den Kooperationsstandorten Kunstverein Ibbenbüren und Kulturspeicher
Dörenthe vorwiegend aktuelle Werke aus den Bereichen Fotografie, Malerei,
Grafik, Objekte, Holzschnitt und mehr.
Auch
Bernhard Kötter, vom Förderverein Schultenhof ist hochzufrieden mit der
Ausstellung: Der „Welbergener Kreis“ habe entschieden, wer wo ausstellt und für
jeden Standort einen eigenen Organisator eingesetzt. Sieben Künstlerinnen und
Künstler sind mit 40 Exponaten in Mettingen vertreten.
Martin Rehkopp (Foto: Karl Dorenkamp)
Auch
die 3-D-Objekte von Freimut Kiewisch vermögen die Blicke auf sich zu ziehen: Es
sei eine „leise Heiterkeit und zarte Mechanik“, die diese Exponate auszeichne,
befand Martin Rehkopp, ehemaliger künstlerischer Leiter der Kloster Bentlage
gGmbH, der die Einführungen in alle drei Ausstellungen übernahm.
Noch bis
20. Dezember ist die Ausstellung im „Kunstspeicher“ (Schultenhof) Mettingen
samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr zu sehen.
Weiterer Schub für die regionale Kunst
Ausstellung Herbstgäste ist seit Samstag an drei Orten in der Region zu sehen
Von Claudia Ludewig
IBBENBÜREN/DÖRENTHE. Zum achten Mal luden am Samstag der Kunstverein Ibbenbüren
sowie die Fördervereine Kulturspeicher Dörenthe und Kunstspeicher Mettingen
(Schultenhof) zur Eröffnung ihrer Gemeinschaftsausstellung „Herbstgäste“ ein. In
diesem Jahr sind Mitglieder des Welbergener Kreises sowie einige mit diesem
befreundete Künstler zu Gast in den Ausstellungsräumen, die mit
unterschiedlicher Atmosphäre und Umgebung für jedes Werk den passenden Rahmen
bieten.
Jeder Ort habe seinen besonderen Charme, und die Künstler hätten sich darauf
eingelassen, erzählt Kristian Niemann, der heute in Saerbeck lebt, sich als
gebürtiger Ibbenbürener jedoch für den Ausstellungsort „Alte Honigfabrik“ beim
Kunstverein Ibbenbüren entschieden hat. Er freut sich, dass der Welbergener
Kreis in diesem Jahr erstmals die Gelegenheit bekam, im Rahmen der „Herbstgäste“
auszustellen, da, wie Niemann findet, die Lokalarbeit ganz wichtig sei. Als
Mitglied des „Welbergener Kreises“, einem Zusammenschluss aus Künstlern des
Kreises Steinfurt, würde er sich über zusätzliche Ausstellungsorte freuen, die
künftige Gemeinschaftsausstellungen möglich machen.
Auch Martin Rehkopp, ehemaliger künstlerischer Leiter der Kloster Bentlage gGmbH
und an diesem Nachmittag für die Einführung in die drei Ausstellungen zuständig,
betonte die Wichtigkeit des Welbergener Kreises für die Region und die
Bedeutsamkeit regionaler Ausstellungsmöglichkeiten. So habe der Kreis
insbesondere in den 1970er und 80er Jahren neue Akzente in einer ansonsten
künstlerisch eher armen Gegend gesetzt. Damit kam etwas in Bewegung. Dass der
Kreis heute gut aufgestellt ist, was das künstlerische Leben anbelangt, in
Bewegung. Dass der Kreis heute gut aufgestellt ist, was das künstlerische Leben
anbelangt, hat Dr. Gerd Overmeyer, Vorsitzender des Fördervereins Kulturspeicher
Dörenthe, ebenfalls festgestellt. Besonders sei dabei „die große Bandbreite des
künstlerischen Ausdrucks“, zeigt sich Overmeyer begeistert und ergänzt: „Ich
glaube, dass ist eine der besten Ausstellungen, die wir bisher hatten.“
„In
dieser Form haben wir in den letzten Jahren nicht präsentiert“, erklärt Ulrich
Manfraß, Vorsitzender des Kunstvereins Ibbenbüren. Sieben Künstler stellen ihre
Werke in der „Alten Honigfabrik aus; die Räumlichkeiten liefern den geeigneten
Hintergrund für einen Videoinstallations- und Fotoschwerpunkt. Doch auch
schwarz-weiß beziehungsweise schiefergrau gehaltene „Strukturanalysen“, von
Kristian Niemann als Grafik und als Skulptur präsentiert, sowie eine
kleinteilige, zum Entdecken einladende Serie aus Bildern und kleinen Objekten
von Thomas M. Hartmann warten beim Kunstverein.
Der
Kulturspeicher Dörenthe gibt mit seinen unterschiedlichen Obergeschossräumen
dagegen nicht nur sehr vielen (14 Künstler), sondern auch sehr unterschiedlichen
Werken Raum. Während einige Werke schrill, bunt, frech und provozierend
daherkommen, zeigen sich andere Bilder und Objekte deutlich zurückhaltender,
sind in ihrer Formensprache und Farbigkeit reduziert, greifen organische Formen
auf und fügen sich so harmonisch in die Umgebung ein, wie zum Beispiel die an
der Wand hängenden Skulpturen von Peer Christian Stuwe, die so wirken, als
hätten sie schon immer dort gehangen.
Noch bis zum 20. Dezember sind die Ausstellungsstandorte jeweils samstags und
sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.
„Seit rund 45 Jahren gestaltet der Welbergener Kreis das künstlerische Leben der
Region aktiv und kreativ mit.“
Martin Rehkopp
Herbstgäste auch in Mettingen
Vernissage an drei Orten
METTINGEN. In der schon traditionell gewordenen Gemeinschaftsausstellung
„Herbstgäste“ präsentieren die durch die „Funny Red Line“ freundschaftlich
verbundenen Vereine (Kunstverein Ibbenbüren, Kulturspeicher Dörenthe und
Kunstspeicher Mettingen) vom 21. November bis 20. Dezember 27 Künstler des
Welbergener Kreises.
Die beteiligten Künstler zeigen in der dreiteiligen Ausstellung eine
umfangreiche Werkschau ihrer neuesten Arbeiten, die von Collagen, Fotografien,
Skulpturen bis hin zu großformatigen Gemälden reichen. Eine repräsentative
Auswahl, die viele Bereiche moderner Kunst und ihrer neuesten Tendenzen umfasst.
Die Eröffnungen der Ausstellungen am Samstag, 21. November, beginnen um 15 Uhr
im Kunstspeicher Mettingen, werden dann um 17 Uhr in der Alten Honigfabrik
Ibbenbüren fortgeführt und enden um 18.30 Uhr im Kulturspeicher Dörenthe, wo
auch zu weiteren informativen Gesprächen mit den Künstlern Gelegenheit besteht.
Martin Rehkopp, früherer künstlerischer Leiter des Kulturforums Bentlage, wird
an allen Ausstellungsorten Erläuterungen zu den ausgestellten Werken geben.
Im Kunstspeicher Mettingen sind die folgenden Mitglieder des Welbergener Kreises
ver- treten: Freimut Kiewisch (3-D- Objekte), Jutta Bäumler (Malerei), Andreas
Kiepe (Collagen und Installationen), Christina Sauer (Holzschnitte), Bettina
Sandhaus (Malerei), Silke Wellemeier (Keramik) und Jupp Ernst
(Fotografiecollage).