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Mettingen: Die Sonne
des Südens in den Speicher gebracht
„Schauen Sie einfach hin. Vielleicht stellen Sie
fest, dass es Sie interessiert. Das würde mich freuen, denn dann
entstehen ihre Bilder“, wandte sich Dr. Josef Mönninghoff am
Freitagabend an die vielen Besucher, die trotz der widrigen Wetter- und
Straßenverkehrslage in den Kunstspeicher gekommen waren. Er freue sich,
zu Besuch in seinem Heimatort zu sein und seine Bilder zeigen zu dürfen,
betonte der gebürtige Mettinger und dankte den Verantwortlichen des
Fördervereins Mettinger Schultenhof, die ihn eingeladen hatten, 50
Gemälde unter dem Titel „Augenblicke - Unterwegs nach Santiago“ im
Tüöttendorf auszustellen.
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Gemeinsam mit Mönninghoff und seiner
Lebensgefährtin Marietta Schnückel ein Stück des Jakobsweges zurücklegen
wollten die Gäste, sagte Bernhard Kötter vom Vereinsvorstand. Auf dem
berühmtesten und beliebtesten Pilgerweg, von dem gesagt werde, dass er
den Menschen grundlegend verändere, sei das Paar sehr häufig unterwegs
gewesen. Eindrücke und Gedanken von diesen Reisen habe der Maler in
seinen Bildern umgesetzt und nehme die Besucher nun einen Teil seines
Weges mit und bringe die Sonne und Wärme des Südens in den Speicher,
fuhr Kötter fort. Ein Jahrzehnt sei er auf den verschiedenen Etappen
des Jakobsweges unterwegs gewesen, so Mönninghoff. Normalerweise begucke
er während des Gehens seine Schritte, die ausgestellten Bilder
spiegelten Momente wider, in denen er aufgeschaut habe. Sie zeigten
einen individuellen Weg und seien keine Dokumentation, sondern
Augenblicke, die seinen persönlichen Bezug zu Dingen, Personen und auch
zu sich selbst darstellten. Der Jakobsweg selbst sei ein ganz schmales
Band, „so schön ist der nicht“, stellte er fest, aber Landschaften seien
nicht wichtig. „Sie wissen nicht, was es für mich bedeutet hat“, sagte
Mönninghoff und wünschte sich, dass die Gäste ihre eigenen Bilder
entdeckten. Die Frauen und Männer im Kunstspeicher verfolgten fasziniert
die Ausführungen des Künstlers sowie den Vortrag der spanischen Lieder
durch Marietta Schnückel, die wegen der besseren Akustik auf der Empore
Platz genommen hatte. Die „Augenblicke“ sind bis zum 7. März im
Kunstspeicher auf dem Mettinger Schultenhof jeweils samstags und
sonntags von 15 bis 18 Uhr zu sehen. Josef Mönninghoff versprach, hin
und wieder vor Ort zu sein und für ein Gespräch zur Verfügung zu stehen.
Am 7. März lädt der Förderverein Mettinger Schultenhof um 17 Uhr zu
einer Finissage inklusive der Vorführung eines Filmes über den Jakobsweg
ein, kündigte die Vereinsvorsitzende Barbara Brüning an. |
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